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Verleih-Kites von Kitepower El Gouna in verschiedenen Größen, aufgeriggt und startklar am Strand

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Wie du die richtige Kite-Größe wählst

Von Lukáš Vogeltanz · unterrichtet bei Kitepower El Gouna 5 Min. Lesezeit

Welchen Kite brauchst du? Es kommt auf dein Gewicht und den Wind an. Beispiele, eine Orientierungstabelle und warum Verleih besser ist als ein einzelner eigener Kite.

Eine der häufigsten Fragen nach dem Kurs lautet: „Welchen Kite soll ich kaufen?“ Meine Antwort: Überstürze nichts. Leih erst ein paar Wochen lang unterschiedliche Größen, bevor du dich festlegst. Die Wahl der richtigen Kite-Größe ist nämlich nicht so einfach, wie sie aussieht – und eine falsche Entscheidung kostet Geld und Nerven.

Aber schauen wir uns das systematisch an.

Zwei Faktoren: Gewicht und Wind

Die Kite-Größe hängt von zwei Hauptfaktoren ab:

  1. Dein Gewicht. Ein schwererer Fahrer braucht einen größeren Kite, um genug Zugkraft zu erzeugen. Ein leichterer Fahrer fährt mit einem kleineren Kite.

  2. Windstärke. Stärkerer Wind bedeutet einen kleineren Kite. Schwächerer Wind bedeutet einen größeren Kite.

Das ist das ganze Prinzip. Aber der Teufel steckt im Detail. Wenn dir die Begriffe hier noch nicht vertraut sind, erklärt dir unser Kitesurf-Glossar die Grundlagen einfach und verständlich.

Ein Beispiel aus der Praxis

Nehmen wir an, du wiegst 75 kg und bist in El Gouna. Der typische Nachmittagswind liegt bei 15–22 Knoten (der Standardbereich in der Hauptsaison).

Unter diesen Bedingungen fährst du am häufigsten mit einem 9–12 m² Kite. Bei stärkerem Wind (20+ Knoten) greifst du zur 9 m², bei leichterem (12–15 Knoten) zur 12 m². Wird der Wind noch stärker, kannst du auf 7 m² runtergehen.

Ein Fahrer mit 60 kg würde unter denselben Bedingungen einen 1–2 m² kleineren Kite nehmen. Ein Fahrer mit 90 kg entsprechend 1–2 m² größer.

Orientierungstabelle

Die Tabelle ist eine Orientierung – die tatsächliche Wahl hängt auch vom Kite-Typ, dem Fahrniveau und dem Fahrstil ab:

FahrergewichtLeichter Wind (10–15 kn)Mittlerer Wind (15–20 kn)Starker Wind (20–25 kn)
55–65 kg10–12 m²8–10 m²6–8 m²
65–80 kg12–14 m²9–12 m²7–9 m²
80–95 kg14–17 m²11–14 m²9–11 m²
95+ kg17–21 m²14–17 m²11–14 m²

Nochmal: Das sind Orientierungswerte, keine Rezepte. Am Strand schauen sich Instruktor oder Beach-Team an, was die Station gerade misst, was du wiegst und wie du fährst – und legen dir dann die passende Größe hin.

Warum es komplizierter ist, als es aussieht

Neben Gewicht und Wind spielen noch weitere Faktoren eine Rolle:

Kite-Typ. Foil-Kites (wie der Flysurfer Soul oder Sonic) haben andere Leistungscharakteristiken als Tube-Kites (wie Stoke oder ERA). Ein 10 m² Foil-Kite kann denselben Zug erzeugen wie ein 12 m² Tube-Kite.

Fahrniveau. Ein Anfänger braucht einen Kite, der etwas „übergroß“ ist – ein größerer Kite gibt langsameren, verzeihenderen Zug und lässt sich leichter kontrollieren. Ein fortgeschrittener Fahrer kann mit einem kleineren, aggressiveren Kite fahren.

Fahrstil. Freeride, Big Air, Foiling, Wellen – jeder Stil verlangt einen etwas anderen Ansatz bei der Größenwahl.

Board-Typ. Mit einem Twin-Tip brauchst du mehr Zug als mit einem Foilboard. Ein Hydrofoil hebt dich über das Wasser und reduziert den Widerstand, sodass ein kleinerer Kite reicht. Wenn du verstehen willst, wie das Windfenster beeinflusst, wie viel Power eine bestimmte Größe erzeugt, schau dir wie Kites Power erzeugen an.

Warum Verleih besser ist als ein eigener Kite

Hier kommt der praktische Vorteil: In unserem Verleih stehen über 250 Kites von 3 bis 21 m². Das ist eine ganz andere Bandbreite als das Zwei-Kite-Quiver, das du im Flieger mitschleppst – dreht der Wind, tauschst du einfach. Ein bestimmtes Modell reservieren wir dir trotzdem nicht, und wenn Wind, Wasser oder Sicherheit nicht passen, fällt die Session aus. Auch mit 250 Kites im Lager.

Kaufst du dir einen eigenen Kite – sagen wir 12 m² – fährst du damit, wenn die Bedingungen für einen 12er passen. Weht es für einen 9er, ist der 12er zu groß und es wird gefährlich oder unangenehm. Weht es für einen 15er, hast du nicht genug Zug. Mit einem Kite deckst du also grob ein Drittel der Windbedingungen ab.

Die meisten Kitesurfer mit eigenem Material besitzen 2–3 Kites in unterschiedlichen Größen. Das ist eine Investition von mindestens 2.500–4.000€. Und trotzdem deckst du nicht alles ab.

Beim Verleih ist der Strandzugang übrigens schon drin – einen Kitepass brauchst du dann nicht zusätzlich. Der Kitepass und die Aufbewahrung sind für alle gedacht, die mit eigenem Material anreisen und es am Spot stehen lassen wollen.

Wann sich eigenes Material lohnt

Ich sage nicht, dass eigenes Material eine schlechte Idee ist. Es macht Sinn, wenn:

  • Du regelmäßig fährst (20+ Tage im Jahr)
  • Du an einem Spot mit vorhersagbarem Wind fährst
  • Du genau weißt, welchen Stil du fährst und was du brauchst
  • Du ein bestimmtes Modell willst, das du bereits getestet hast

Bist du frisch aus dem Kurs und noch unentschlossen, frag am Strand nach dem praktischen Mietcheck. Zeigst du dabei Höhelaufen und Selbstrettung, steht dir der Verleih offen – und du kannst in Ruhe Größen und Kite-Typen durchprobieren, statt blind zu kaufen. Den Kurs abgeschlossen zu haben reicht dafür nicht; entscheidend ist, was du auf dem Wasser zeigst, und ob Bedingungen und Material an dem Tag mitspielen.

Und wenn du dich zum Kauf entscheidest, findest du Flysurfer-Kites und Levitaz-Hydrofoils in unserem Shop – wir sind offizieller Flysurfer-Vertriebspartner und Testpoint seit 2009.

Wie es bei uns in der Praxis läuft

Du kommst an die Station, wir schauen auf den Wind, dein Gewicht und dein Level – und legen dir den passenden Kite hin. Frischt es mittags auf, tauschst du einfach auf die nächstkleinere Größe. Und wenn es zu viel wird, sagen wir dir das auch.

Dieses System funktioniert hervorragend und ist einer der Gründe, warum Leute immer wieder zu uns zurückkommen. Niemand will sich Gedanken darüber machen, ob er das richtige Material hat. Das übernehmen wir für dich.

Ein paar Tipps zum Schluss

  • Kauf kein Material vor dem Kurs. Warte, bis du weißt, was du brauchst.
  • Hör auf deinen Instruktor. Sagt er 10 m², nimm 10 m². Nicht 12 m², weil du „mehr Zug willst“.
  • Unterschätze die Sicherheit nicht. Ein zu großer Kite bei starkem Wind ist gefährlich. Ein zu kleiner Kite bei leichtem Wind bringt dich nirgendwohin. Die richtige Größe bedeutet Sicherheit plus Spaß.
  • Frag nach. Über Kontakt sind wir für dich da. Schick uns ruhig ein Foto der Bedingungen und dein Gewicht – wir sagen dir, was du brauchst.

Wir sehen uns auf dem Wasser.

Lukáš Vogeltanz Kitepower El Gouna

Lukáš Vogeltanz

IKO Head Instructor & Co-Owner von Kitepower El Gouna — Schulgeschichte seit 2004, heutiger nördlicher Spot seit 2016, seit 2023 von Lukáš und Andrea mitgeführt.

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Max. 2 Schüler pro Instruktor, Funkschulung in beide Richtungen (BB Talkin), Dokumentation der tatsächlich gezeigten IKO-Skills ohne Aufpreis und eine Wind-Garantie, mit der deine gebuchten Stunden nie verfallen. Zero to Hero ab 465€.

4,8 · 549 Bewertungen Älteste, seit 2004 8 Sprachen am Strand