Material
Kite-Verleih in El Gouna – was ist enthalten?
Von Lukáš Vogeltanz · unterrichtet bei Kitepower El Gouna 6 Min. Lesezeit
Leih dir als selbstständiger Rider einen von 250+ Kites im Mietbereich von 3 bis 21 m², je nach Bedingungen und Verfügbarkeit. Launch- und Landing-Assistenz; Rescue während der Betriebszeiten ohne garantierte Reaktionszeit.
Eine der häufigsten Fragen, die wir von Gästen bekommen: „Soll ich meinen eigenen Kite mitbringen oder kann ich mir bei euch einen leihen?“ Die Antwort hängt an drei Dingen: deinem Level, wie oft du fährst – und ob dir eine große Auswahl vor Ort mehr bringt als der Quiver, den du im Boardbag mitschleppst.
Was du mitbringen musst, um leihen zu können
Seien wir gleich zu Anfang ehrlich – der Verleih ist nicht für jeden. Um Kite-Material zu leihen, musst du auf Independent-Rider-Level fahren: selbstständig launchen und landen, in beiden Richtungen Höhe laufen, zuverlässig wasserstarten und dich selbst retten. Das Team bestätigt diese Fähigkeiten, bevor es Material freigibt. Eine IKO-Karte oder ein gleichwertiger Eintrag ist ein nützlicher Nachweis eines früher gezeigten Levels, garantiert aber keine Vermietung.
Noch nicht so weit? Dann starte mit einem Kite-Kurs, nach längerer Pause mit einem Refresh. Dein IKO-Level tragen wir dabei ohne Extragebühr ein.
Warum prüfen wir das? Wegen der Sicherheit. Auf dem Wasser sind immer mehrere Leute unterwegs, und wir müssen sicher sein, dass jeder Mieter das Material unter den aktuellen Bedingungen selbstständig beherrscht. Das ist keine Bürokratie, sondern gesunder Menschenverstand. Was „eigenständig“ genau bedeutet und warum keine Stundenzahl es garantiert, liest du in wie lange es dauert, Kitesurfen zu lernen.
250+ Kites – warum das wichtig ist
Diese Zahl ist nicht nur eine Marketingangabe. Wir haben über 250 Kites im Bereich von 3 bis 21 m² – und das ist ein riesiger Vorteil gegenüber eigenem Material.
Wie es in der Praxis funktioniert
Du kommst zum Spot, wir schauen auf den gemessenen Wind, dein Gewicht, dein Level und was du vorhast – und legen dir das passende Material raus. Frischt es nachmittags auf, tauschst du auf einen kleineren Kite; wird es dünn, holst du dir einen größeren oder gehst aufs Foil. Genau dafür ist die Flotte da. Was am Ende rausgeht, hängt aber davon ab, was gerade frei ist: Bei 21 m² an einem Leichtwindtag stehen manchmal mehrere Leute an. Und wenn die Bedingungen nicht sicher fahrbar sind, geht gar nichts raus.
Wir fliegen mit Flysurfer-Kites – einer Marke, mit der wir seit 2009 zusammenarbeiten, als das Center offizieller Flysurfer-Vertriebspartner und Testpoint in El Gouna wurde. Es sind Kites mit einem enormen Windbereich, die sich hervorragend für die Bedingungen in El Gouna eignen. Dazu kommen Levitaz-Boards und deutsche Hydrofoils, die wir seit 2015 einsetzen. In der Flotte haben wir außerdem über 60 Boards – Twintips und Directionals – damit das ganze Setup zum jeweiligen Tag passt.
Vergleich: eigenes Material vs. Verleih
| Aspekt | Eigenes Material | Verleih |
|---|---|---|
| Anzahl Kites | 1–2 (was du mitnimmst) | 250+ |
| Größen | Begrenzt | 4–21 m² |
| Auswahl für die Bedingungen | Auf dein Reise-Quiver begrenzt | Breite Auswahl, abhängig von Verfügbarkeit und Sicherheit |
| Verschleiß | Dein Problem | Unser Problem |
| Transport | Übergepäck, Boardbag | Nichts |
Was im Leihpreis enthalten ist
Wenn du bei uns Kite-Material leihst, bekommst du nicht nur Kite und Board. Im Preis enthalten:
- Kite in der empfohlenen Größe für die aktuellen Bedingungen
- Board (Twintip oder Directional, je nach Vorliebe und Bedingungen)
- Trapez (falls benötigt)
- Assistierter Launch und Landing – unser Team am Strand hilft beim sicheren Start und Landen
- Rescue – solange wir geöffnet haben, ist Hilfe am Spot. Eine feste Reaktionszeit oder ein Boot, das immer draußen liegt, versprechen wir dabei nicht
- Spotzugang mit kompletter Infrastruktur (Liegen, Duschen, Toiletten)
Strandzugang, Launch-Assistenz und Rescue stecken im Mietpreis – einen separaten Kitepass brauchst du nicht dazu. Was dir das alles nicht abnimmt: die Entscheidung, ob du bei diesen Bedingungen rausgehst, und die Selbstrettung, wenn es doch mal eng wird.
Versicherung – optional, aber empfohlen
Wir bieten eine optionale Materialversicherung gegen eine kleine Tagesgebühr an. Wenn du bei anspruchsvolleren Bedingungen fährst oder dir noch nicht ganz sicher bist, empfehlen wir sie: Mit Versicherung hast du deine Ruhe und kannst dich aufs Fahren statt aufs Material konzentrieren. Ohne Versicherung bist du für eventuelle Schäden am Material verantwortlich. Die aktuellen Versicherungskonditionen findest du auf der Kite-Verleih-Seite.
Vorbezahlte Pakete – wie du sparst
Ein einzelner Verleihtag ist teurer als ein Paket. Wenn du weißt, dass du mehrere Tage fahren wirst, sparst du mit vorbezahlten Paketen Geld – je mehr Tage, desto niedriger der Preis pro Tag. Und wenn an einem Tag kein Wind weht, hast du im Paket einen Puffer an Tagen, um die Pause auszugleichen.
Die Pakete richten sich nach deinem Aufenthalt (zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Verleihtagen innerhalb eines längeren Zeitfensters). Die aktuellen Paketoptionen und Preise findest du auf unserer Kite-Verleih-Seite, oder du prüfst sie direkt bei der Buchung.
Wie der Verleih abläuft – Schritt für Schritt
- Du kommst zum Spot und zeigst einen vorhandenen IKO-, VDWS- oder vergleichbaren Fähigkeitsnachweis
- Du machst den Praxischeck – wir schauen uns Höhelaufen und Selbstrettung an und gehen die Regeln am Spot sowie die Bedingungen des Tages mit dir durch
- Wir bereiten das Material vor – Kite, Board, Trapez
- Launch mit Assistenz – unser Team am Strand hilft beim Start
- Du fährst selbstständig – wir behalten das Wasser im Blick, solange der Betrieb läuft
- Landing mit Assistenz – sicheres Landen zurück am Strand
- Du gibst das Material zurück – wir spülen es ab und lagern es
Das Ganze ist sorgenfrei. Du musst dich nicht ums Aufpumpen, Zusammenlegen oder Salzwasser-Abspülen kümmern. Du fährst einfach, und wir kümmern uns um den Rest.
Für wen der Verleih ideal ist
Reisende Kitesurfer
Du fährst an verschiedenen Spots weltweit und willst nicht überall Material mitschleppen? Dann ist der Verleih dein Freund. Du kommst mit Handgepäck und Trapez an, meldest dich am Strand – und bist ohne Übergepäck-Diskussion am Flughafen auf dem Wasser.
Kitesurfer im Wechsel zu neuem Material
Denkst du über den Wechsel vom Tube-Kite zum Foil-Kite nach? Oder vom Twintip-Board zum Hydrofoil? Bei uns kannst du es ausprobieren, ohne Tausende Euro in Material zu investieren, von dem du noch nicht weißt, ob es zu dir passt.
Leichtwind-Fahrer
Hier spielt die Flotte ihre Stärke aus. Bei 10–12 Knoten stehst du mit deinem 12er-Reisekite am Strand und schaust zu. Mit einem 17er oder 21er – oder auf dem Foil – fährst du. Für erfahrene Rider ist das der eigentliche Grund zu leihen. Ob du den großen Kite an dem Tag bekommst, ist trotzdem eine Frage von Verfügbarkeit und Bedingungen: An Leichtwindtagen sind die Großen als Erstes weg.
Paare und Gruppen
Fährst du mit Partnerin oder Freunden, und liegen 25 Kilo zwischen euch? Mit eigenem Material heißt das zwei Quiver. Bei uns holt sich jeder die Größe, die zu Gewicht, Level und Wind an dem Tag passt – ohne Kompromiss auf einen Kite für alle.
Wann eigenes Material besser ist
Um fair zu bleiben – der Verleih ist nicht immer die beste Wahl:
- Du fährst regelmäßig an einen Spot – dann lohnt sich eher die Lagerung mit eigenem Material vor Ort
- Du hast sehr spezifische Vorlieben – ein extrem spezialisiertes Setup, das wir nicht führen
- Du fährst wochenlang täglich – bei langen Aufenthalten kann sich eigenes Material eher lohnen
Für die meisten Kitesurfer, die für ein bis zwei Wochen kommen, ist der Verleih aber bequemer und praktischer.
Warum nicht jeder Verleih gleich ist
Wir sind die älteste Kiteschule in El Gouna, 2004 gegründet und seit 2023 owner-operated: Wir haben die bestehende Schule übernommen und bauen auf mehr als zwei Jahrzehnten Geschichte hier auf. 2016 ist die Schule ganz in den Norden von El Gouna gezogen, und dort sind wir bis heute. Die offene Luvseite hält den Querverkehr anderer Schulen gering. Abtreiben kannst du trotzdem – deshalb gilt auch für Mieter das Briefing, die Zoneneinteilung und die Selbstrettung.
Unsere Lagune hat einen ersten, rund 800 m langen Schulungsbereich, der bei typischen Wasserständen über Sand knie- bis hüfttief ist, sowie eine separate tiefere Foil-Zone. Die Wassertiefe verändert sich mit der Tide, deshalb wird die aktive Zone nach Wasserstand und Betrieb gewählt. Je nach Körpergröße und tatsächlichem Wasserstand kannst du im Schulungsbereich nach einem Sturz oft stehen und dich neu sortieren. (Neu darin, die Bedingungen hier einzuschätzen? Unser Monat-für-Monat-Windguide basiert auf jahrelangen Daten unserer eigenen Wetterstation.)
Zusammenfassung
Unser Verleih ist mehr als Kite und Board: Größenberatung, Launch- und Landing-Assistenz, Rescue während der Betriebszeiten. Vorbezahlte Pakete drücken den Tagespreis, und 250+ Kites bedeuten, dass du bei drehendem Wind einfach umsteigst statt aufzuhören.
Fährst du auf Independent-Level, schau dir die Verleih-Seite an und frag nach dem passenden Paket – den Praxischeck am Strand machen wir dann gemeinsam. Bist du noch nicht so weit, fang mit einem Kurs oder einem Refresh an.
Buch dein Material und komm fliegen.
IKO Head Instructor & Co-Owner von Kitepower El Gouna — Schulgeschichte seit 2004, heutiger nördlicher Spot seit 2016, seit 2023 von Lukáš und Andrea mitgeführt.
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Max. 2 Schüler pro Instruktor, Funkschulung in beide Richtungen (BB Talkin), Dokumentation der tatsächlich gezeigten IKO-Skills ohne Aufpreis und eine Wind-Garantie, mit der deine gebuchten Stunden nie verfallen. Zero to Hero ab 465€.
★ 4,8 · 549 Bewertungen Älteste, seit 2004 8 Sprachen am Strand