Zum Inhalt springen
Wind kt ◉ Webcam 4,8
Jetzt buchen
DE
Leihkites und Boards von Kitepower El Gouna am Strand aufgereiht, startklar für den Tag

Material

Gebrauchte vs. neue Kite-Ausrüstung – wann lohnt sich was

Von Lukáš Vogeltanz · unterrichtet bei Kitepower El Gouna 5 Min. Lesezeit

Wann einen neuen Kite kaufen, wann einen gebrauchten und wann ist Leihen besser? Realistischer Kostenvergleich und praktische Empfehlungen von der Kiteschule.

Ich habe mir meinen ersten Kite gekauft und bin in den Urlaub geflogen. Ich habe Übergepäck bezahlt. Dann habe ich festgestellt, dass meine Größe nicht zu den Bedingungen vor Ort passt. Und auf dem Rückweg hat die Airline meine Bar zerstört. Kennst du das? Oder möchtest du dir eine ähnliche Geschichte ersparen? Dann lies weiter.

Neue Ausrüstung – wann macht sie Sinn

Ein neuer Kite hat seine Vorteile, und es gibt Situationen, in denen er die klare Wahl ist.

Neueste Technologie

Kite-Material entwickelt sich schnell. Ein neues Modell ist sicherer, leistungsfähiger und einfacher zu steuern als ein drei Jahre altes Modell. Wenn du regelmäßig kitest (30+ Tage pro Jahr), verbessert die neueste Technologie dein Fahrerlebnis tatsächlich. Wenn dir die Begriffe noch nicht alle geläufig sind, ist unser Glossar der Kitesurf-Begriffe und des Materials ein praktischer Begleiter beim Kauf.

Garantie

Ein neuer Kite hat die Herstellergarantie. Wenn etwas passiert – eine defekte Naht, ein Problem mit den Ventilen, ein Materialdefekt – hast du eine Reklamation. Bei einem gebrauchten Kite hast du nichts.

Rabatt nach dem Kurs bei uns

In eigener Sache: Nach einem Kurs bei uns bekommst du Rabatt auf neues Flysurfer-Material. Wir sind seit 2009 offizieller Flysurfer-Vertriebspartner und Testpoint – du kaufst also bei Leuten, die die Kites selbst fliegen. Vor allem aber kaufst du dann genau das, was dein Instruktor dir für dein Gewicht, deinen Fahrstil und deinen Hausspot empfohlen hat. Und nicht das, was im Onlineshop gerade oben steht.

Komplettes Set

Wenn du ein neues Set kaufst (Kite + Bar + Board), hast du die Sicherheit, dass alles zusammenpasst. Bei gebrauchtem Material kommt es manchmal vor, dass die Bar eines anderen Modells nicht zum Kite passt oder das Safety-System nicht richtig funktioniert. Und das Safety-System muss immer funktionieren.

Gebrauchte Ausrüstung – wann ist sie eine vernünftige Wahl

Budget

Wenn du gerade anfängst und kein Budget für neues Material hast, ist ein gebrauchter Kite eine legitime Wahl. Ein Kite, der 1-2 Saisons alt ist und zum halben Preis verkauft wird, ist immer noch funktional und sicher – wenn du weißt, was du kaufst.

Neue Disziplin ausprobieren

Du möchtest Foilkiten oder Wingfoilen ausprobieren, weißt aber nicht, ob es dich packt? Gebrauchtes Material zum Ausprobieren macht Sinn. Mehrere tausend Euro in ein brandneues Foil-Set für eine Disziplin zu investieren, die du nie ausprobiert hast, ist riskant. (Du willst wissen, wie sich die beiden vergleichen? Lies Kitesurfen vs. Wingfoilen, bevor du dich festlegst.)

Kitepower Demo-Kites

Wir bei Kitepower verkaufen aufbereitete Demo-Kites aus unserem Verleih. Das sind Kites, die eine Saison intensiver Nutzung hinter sich haben – aber weil wir sie regelmäßig warten und kontrollieren, sind sie in hervorragendem Zustand. Und der Preis ist deutlich niedriger als bei einem neuen Kite.

Der Vorteil: Du weißt genau, was du kaufst. Wir wissen, wie viele Stunden der Kite geflogen ist, wie er gelagert wurde und wie sein tatsächlicher Zustand ist. Das weißt du bei einem Kite vom Gebrauchtmarkt nie.

Worauf du achten solltest

Beim Kauf eines gebrauchten Kites kontrollierst du:

  • Alter – einen Kite, der älter als 3-4 Jahre ist, zu kaufen, macht keinen Sinn (Materialien degradieren)
  • Zustand der Nähte – abgenutzte Nähte = Sicherheitsrisiko
  • Bladder – prüfe, ob sie die Luft halten (aufblasen und über Nacht stehen lassen)
  • Bar und Leinen – Leinen dehnen sich und verschleißen; ein Austausch ist nicht umsonst
  • Safety-System – muss einwandfrei funktionieren. Keine Kompromisse

Dritte Option: Leihen

Bleibt die Variante, die in Foren selten vorkommt, weil sie unsexy klingt – und für die meisten Urlaubskiter trotzdem die vernünftigste ist.

Die Mathematik des Leihens

Rechnen wir. Du fährst zweimal im Jahr für eine Woche zum Kitesurfen. Das sind 14 Kite-Tage.

Eigenes Material bedeutet erst einmal eine echte Investition: Zwei Kites plus Bar, ein Board und ein Trapez summieren sich schnell. Dazu zahlst du auf jedem Flug Übergepäck, und wenn du das Material nicht ständig hin und her schleppen willst, kommt die Lagerung bei uns als jährlicher Posten dazu. Das erste Jahr ist mit Abstand das teuerste; in den Folgejahren zahlst du „nur“ noch Transport und Lagerung – jedes Jahr, egal wie viel du das Material tatsächlich nutzt.

Leihen bei uns dreht die Rechnung um. Du zahlst für die Tage, an denen du tatsächlich fährst – kein Übergepäck, keine Lagerung, keine Wartung. Strandzugang und Einrichtungen sind dabei; einen separaten Kitepass brauchst du nicht, der Kitepass ist für selbstständige Rider mit eigenem Material. Aktuelle Preise stehen auf der Verleih-Seite.

Der eigentliche Gewinn ist aber die Größenauswahl. Deine zwei mitgebrachten Kites decken einen bestimmten Windbereich ab – bei uns nimmst du morgens den 12er und nachmittags den 8er, wenn es auffrischt. Zwei Dinge musst du wissen: Wir schauen uns vor der ersten Vermietung an, wie du fährst, und ein Kite ist nicht automatisch dann frei, wenn du ihn willst.

Wann Leihen keinen Sinn macht

Wenn du viel kitest (50+ Tage pro Jahr), in der Nähe eines Spots wohnst oder für einen Monat und länger an einen Ort fährst – lohnt sich eigenes Material. Aber für die meisten Freizeitkiter, die 2-3 Mal im Jahr für eine Woche fahren, ist Leihen wirtschaftlich und praktisch besser.

Meine Empfehlung

  1. Anfänger: Kauf nichts. Noch nicht. Mach den Kurs und fahr danach betreut weiter, bis du sauber Höhe läufst und deine Selbstrettung im Schlaf beherrschst – das zeigst du uns einmal praktisch, dann steht dem Verleih nichts im Weg. Und dort vergleichst du Material, bevor du dich für Jahre festlegst.
  2. Fortgeschrittene (bis 30 Tage/Jahr): Erwäge Leihen. Die Mathematik ist auf deiner Seite.
  3. Fortgeschrittene (30+ Tage/Jahr): Kauf neues Material mit Rabatt nach dem Kurs. Es lohnt sich, und du hast Garantie.
  4. Neue Disziplin ausprobieren: Gebraucht oder Leihen. Investiere in Neues, wenn du weißt, dass es dir Spaß macht.
  5. Budget hat Priorität: Unsere aufbereiteten Demo-Kites aus dem Verleih. Geprüfter Zustand zum vernünftigen Preis.

Egal wie du dich entscheidest – schreib uns und wir beraten dich. Wir wissen, was wir verkaufen, und wollen nicht, dass du Geld für etwas ausgibst, das du nicht brauchst.


Interessiert dich Wingfoil-Material? Lies unseren Guide für Anfänger. Und wenn du einen Kurs suchst – schau dir unser Angebot an.

Lukáš Vogeltanz

IKO Head Instructor & Co-Owner von Kitepower El Gouna — Schulgeschichte seit 2004, heutiger nördlicher Spot seit 2016, seit 2023 von Lukáš und Andrea mitgeführt.

Bereit fürs Wasser?

Buche deinen Kurs auf der Lagune, über die wir schreiben.

Max. 2 Schüler pro Instruktor, Funkschulung in beide Richtungen (BB Talkin), Dokumentation der tatsächlich gezeigten IKO-Skills ohne Aufpreis und eine Wind-Garantie, mit der deine gebuchten Stunden nie verfallen. Zero to Hero ab 465€.

4,8 · 549 Bewertungen Älteste, seit 2004 8 Sprachen am Strand