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Luftaufnahme von El Gouna mit seinen Lagunen und Kanälen an der ägyptischen Rotmeerküste

El Gouna

El Gouna: Der komplette Reiseführer für Kitesurfer

Von Lukáš Vogeltanz · unterrichtet bei Kitepower El Gouna 8 Min. Lesezeit

Alles, was du über El Gouna als Kite-Reiseziel wissen musst. Lagune, Wind, Unterkunft, Anreise, Beach Club und Tipps von den Locals. Ein Reiseführer von Kitepower El Gouna.

Als das Kitesurfen nach El Gouna kam, war das hier ein kleines Städtchen am Roten Meer, in dem kaum jemand etwas von diesem Sport gehört hatte. Heute verbindet El Gouna eine 2–3 km lange Lagune, 300+ Windtage, getrennte Fahrzonen und die Infrastruktur einer ganzjährig bewohnten Stadt. Kitepower wurde 2004 gegründet und zog 2016 an den heutigen nördlichen Spot; seit 2023 führen Lukáš und Andrea die Schule als Inhaber. Dieser Reiseführer kommt also direkt vom Team vor Ort.

Wo liegt El Gouna eigentlich?

El Gouna liegt an der ägyptischen Küste des Roten Meeres, nördlich von Hurghada. Es ist eine privat verwaltete Resort-Stadt mit kontrollierten Zufahrten, gebaut rund um ein Netz aus Lagunen und Kanälen – deshalb fühlt sich der Ort eher wie eine kleine, sehr aufgeräumte Stadt an als wie eine Hotelanlage.

Vom Flughafen Hurghada (HRG) sind es etwa 30–40 Minuten zu uns. Es gibt zahlreiche Charterflüge aus Europa hierher, sodass die Anreise bequem und relativ günstig ist. Aus vielen europäischen Städten gibt es Direktflüge, die in der Regel 4–5 Stunden dauern. Alle Details zur Anreise findest du auf unserer Seite Anreise.

Wie kommst du vom Flughafen zu uns?

Wir können dir einen privaten Transfer ab Hurghada organisieren. Ein Tipp aus Erfahrung: Betrachte den Transfer erst als gebucht, wenn du Treffpunkt, Fahrer, Fahrzeug und Preis schriftlich hast – und sag vorher Bescheid, wenn Boardbag und Kitetasche mitfahren müssen. Die Fahrt dauert normalerweise 30–40 Minuten, kann sich durch Verkehr und Kontrollpunkte aber ziehen.

Willst du selbst organisieren, kläre am Flughafen, welche lizenzierten Taxis oder Fahrdienst-Apps deine Strecke wirklich fahren. Verfügbarkeit, Einlass nach El Gouna, Platz fürs Gepäck und Preise unterscheiden sich – handle das aus, bevor du losfährst.

Details zum Transfer und zur Anreise findest du auf unseren Seiten Anreise und Kontakt.

Die Lagune – das Herz des gesamten Spots

Unsere Lagune im Norden von El Gouna ist 2–3 Kilometer lang und etwa einen Kilometer breit. Die ersten rund 800 m vor dem Strand sind über Sand knie- bis hüfttief; danach folgen eine Zone für selbstständige Rider und die separate tiefere Foil-Zone. Wie tief es tatsächlich ist, verschiebt sich mit der Tide – deshalb entscheidet das Team für jede Session neu, welcher Bereich zu Wasserstand, Wind und Betrieb passt.

Was das für dich als Anfänger bedeutet: In weiten Teilen der ersten 800 m stehst du nach einem Sturz einfach auf, sortierst dich und machst weiter, statt zurück an Land zu schwimmen. Ob das an deinem Tag und bei deiner Körpergröße überall klappt, hängt vom aktuellen Wasserstand ab – eine ganztägig gleiche Tiefe gibt es hier nicht.

Aufgeteilt ist die Lagune in drei Zonen: Schulung, selbstständige Fahrer, Wingfoil und Hydrofoil. Das hält den Verkehr auseinander. Wo die Grenzen an einem konkreten Tag verlaufen und welche Abstände gelten, legt das Team nach Wind, Wasserstand, Betrieb und Können der Leute auf dem Wasser fest.

Rescue ist da, solange die Station geöffnet ist – auf eine bestimmte Reaktionszeit können wir uns dabei nicht festlegen. Mehr über unseren Spot erfährst du auf der Spot-Seite.

Wind – wann und wie viel

Das ist die häufigste Frage vor der Reise. Unsere eigene Wetterstation misst mit, statt zu schätzen – sie zeigt dir die historischen Monatsmuster und die aktuellen Werte. Die bekannten Zahlen, über 300 Windtage und rund 77 % fahrbare Tage, stammen aus dieser Auswertung. Sie beschreiben die Vergangenheit: eine gute Planungsgrundlage, aber keine Zusage für deine Woche.

Januar–Februar: Die kühlsten Monate. Du fährst im langen Neoprenanzug, und der Wind kommt nicht an jedem Tag. Dafür ist die Lagune leer und Termine sind leichter zu bekommen.

März: Übergangsmonat. Es wird spürbar wärmer, die ersten fahren schon im Shorty. Fällt Ostern in den März, bringt es die erste größere Gästewelle mit.

April–Juni: Warme Monate mit historisch hohen Windanteilen. Neopren brauchst du meist keinen mehr – dafür Sonnencreme, Schattenpausen und mehr Wasser, als du zu Hause trinkst.

Juli: Der heißeste und unberechenbarste Monat. Manche Jahre läuft es durchgehend gut, in anderen legt sich der Wind für eine Woche. Wer damit leben kann, bekommt einen sehr ruhigen Spot.

August–Oktober: In der Stationsauswertung die stärksten Wochen des Jahres, dazu warmes Wasser und entsprechend viel Betrieb. Kurse und Unterkunft früh festmachen – was am einzelnen Tag geht, sagt dir trotzdem erst die Live-Messung.

November–Dezember: Der Übergang zurück in den Winter. Tagsüber reicht oft noch Lycra, morgens und abends willst du einen Shorty. Um Weihnachten und Silvester ziehen Nachfrage und Preise deutlich an.

Für einen ausführlichen Monat-für-Monat-Überblick auf Basis von vier Jahren eigener Stationsdaten lies unseren Guide zur besten Zeit zum Kiten in El Gouna.

Unterkünfte – wo übernachten

El Gouna bietet Unterkünfte von einfachen Apartments bis hin zu Luxushotels – für jedes Budget ist etwas dabei. Ein paar Tipps von uns:

Hotels an der Lagune: Ideal, wenn du so nah wie möglich am Kite-Spot sein möchtest. Morgens aufwachen, zu Fuß zum Strand gehen und losfahren. Es gibt sowohl Vier-Sterne-Resorts als auch kleinere Boutique-Hotels.

Downtown El Gouna: Die günstigere Variante mit guter Erreichbarkeit von Restaurants und Nachtleben. Zum Spot sind es ein paar Minuten mit dem Tuk-Tuk.

Apartments über Airbnb: Die flexibelste Option, vor allem für längere Aufenthalte oder Gruppen. In El Gouna gibt es viele Apartments mit Pool, Terrasse und Küchenzeile – Preis und Ausstattung schwanken je nach Saison stark, also für deine konkreten Daten vergleichen.

Worauf du beim Aussuchen achtest: Preis, Bewertungen, Stornobedingungen – und vor allem die tatsächliche Fahrzeit von genau diesem Objekt zu unserer Base im Norden. „Zehn Minuten zum Kitespot“ steht in vielen Inseraten und stimmt längst nicht für jede Adresse. Mehr dazu findest du in unserem Unterkunfts-Guide.

Fortbewegung in El Gouna

Innerorts bewegst du dich mit Tuk-Tuk, Taxi oder einem der lokalen Shuttle-Angebote. Was gerade fährt, was es kostet und welche App funktioniert, ändert sich hier schneller als jeder Reiseführer – frag am besten an der Rezeption oder bei uns am Strand nach.

Viele Leute leihen sich Fahrräder oder Roller – El Gouna ist kompakt und flach, sodass du mit dem Fahrrad in wenigen Minuten überall hinkommst.

Was tun, wenn kein Wind weht

Selbst in der besten Saison kann es vorkommen, dass der Wind mal einen Tag ausbleibt. Kein Drama – in El Gouna wird dir nicht langweilig:

  • Schnorcheln und Tauchen – Das Rote Meer ist eine der bekanntesten Tauchregionen überhaupt. Welches Riff angefahren wird, wann das Boot rausgeht und wie die See steht, entscheidet der lizenzierte Anbieter am jeweiligen Tag – lass dir die konkrete Tour vor der Buchung bestätigen.
  • Wakeboarding – In der Lagune gibt es auch Wakeboard, also Adrenalin auch ohne Wind.
  • Golf – El Gouna hat einen 18-Loch-Golfplatz. Wirklich.
  • Downtown und Marina – Restaurants, Cafés, Geschäfte, Pools. Abends Live-Musik und Bars.
  • Ausflüge – Luxor (Tagesausflug zu den Pharaonentempeln), Giftun Island (paradiesische Insel zum Schnorcheln), Wüstensafari mit Quads.
  • Coworking bei uns – Wir haben einen verglasten, klimatisierten Raum direkt an der Lagune. Wenn du zwischendurch arbeiten musst, tust du das mit Blick auf die Kites statt auf eine Hotelwand.

Die komplette Liste findest du auf unserer Seite Aktivitäten in El Gouna.

Unser Beach Club

Direkt an unserem Strand haben wir einen Beach Club mit mediterraner und internationaler Küche. Frisches Essen, kalte Getränke, Blick auf die Lagune. Du sitzt im Sand, schaust den Kites zu und isst frischen Fisch. Morgens ein Frühstück, tagsüber ein leichtes Mittagessen, abends ein Drink bei Sonnenuntergang.

Wie du El Gouna mit anderen Spots vergleichst

„Bester Spot der Welt“ steht auf jeder zweiten Website und heißt gar nichts. Sinnvoller ist, El Gouna an denselben Kriterien zu messen wie jedes andere Ziel: Wassertiefe und Tide, Untergrund, wie voll es ist, gemessener Wind, wie viele Schüler auf einen Instruktor kommen, was Rescue leistet und was am Ende der ganze Trip kostet.

Knie- bis hüfttiefer Trainingsbereich. Die ersten rund 800 m vor dem Strand haben Sandboden, dahinter liegt die separate tiefere Foil-Zone. Wie tief es genau ist, verschiebt die Tide über den Tag.

Anreise aus Europa. Nach Hurghada fliegen viele Charter- und Linienverbindungen, je nach Abflugort direkt oder mit einem Umstieg. Flugzeiten und Transfer prüfst du für deine konkreten Daten.

Infrastruktur. El Gouna ist keine Einöde mit einem einzelnen Imbissstand am Strand. Es ist ein modernes Städtchen mit Hotels, Restaurants, Krankenhaus, Supermärkten. Deine nicht-kitende bessere Hälfte wird sich hier nicht langweilen.

Organisierte Resort-Struktur. El Gouna ist ein geschlossenes Resort mit Sicherheitsdienst. Das ist keine Garantie persönlicher Sicherheit; beachte die aktuellen Ägypten-Hinweise des Auswärtigen Amts und normale Vorsichtsmaßnahmen.

Preis. Rechne den ganzen Trip zusammen – Flug, Unterkunft, Essen, Transfer und Sport –, nicht den Stundenpreis. Kein Ziel ist in jeder Saison und jeder Kategorie automatisch das günstigste.

Kitepower El Gouna – warum gerade wir

Die Geschichte der Schule reicht bis 2004 zurück. 2016 zog sie an die heutige nördliche Base; seit 2023 führen Lukáš und Andrea sie als Co-Owner. Kommt der Wind aus Nord bis Nordwest, läuft er hier ziemlich unverwirbelt auf die Lagune zu. Wie weit wir die Fahrzone an einem Tag aufziehen und welche Abstände gelten, entscheiden trotzdem Wind, Wasserstand, Verkehr und Können der Leute vor Ort – eine feste Strecke versprechen wir nicht.

Wir fahren mehr als 250 Flysurfer-Kites in Größen von 3 bis 21 m² und über 60 Boards. Damit findet das Team fast immer die Kombination, die zu deinem Gewicht, deinem Level und dem gemessenen Wind passt; ob ein bestimmtes Modell frei ist, hängt vom Tag ab. Seit 2009 sind wir offizieller Distributor und größter Testpoint von Flysurfer, 2015 kam der deutsche Hydrofoil-Hersteller Levitaz dazu. Jeder Schüler trägt einen BB-Talkin-Bluetooth-Helm mit Funk in beide Richtungen – der Instruktor spricht mit dir und hört dich, in Echtzeit, draußen auf dem Wasser. Und unterrichtet wird mit maximal zwei Schülern pro Instruktor.

Unsere Instruktoren sprechen zusammen acht Sprachen, in der Hauptsaison wächst das Team auf bis zu 25 Leute. Etwa 8 von 10 Gästen kommen nach unseren Daten wieder – eine Zahl, auf die wir stolz sind, aber eben eine Rückkehrrate und kein Versprechen darüber, wie dein eigener Fortschritt läuft.

Alle unsere Kite-Kurse und Wing-Kurse findest du auf der Website, und wenn du Fragen hast, schreib uns einfach über Kontakt.

Praktische Tipps zum Schluss

  • Visum und Einreise: Anforderungen hängen von deiner Staatsangehörigkeit ab und können sich ändern. Prüfe vor Abflug die Ägypten-Hinweise des Auswärtigen Amts und das offizielle ägyptische e-Visa-Portal.
  • Währung: Gezahlt wird in ägyptischen Pfund (EGP). Wo Karte, Automat oder Euro akzeptiert werden, ist unterschiedlich – lass dir vor dem Bezahlen sagen, in welcher Währung und wie viel insgesamt abgebucht wird.
  • Versicherung: Lass dir schriftlich geben, dass deine Police Kitesurfen beziehungsweise Wingfoilen einschließt – samt Behandlung, Bergung und Rücktransport. Viele Standardpolicen stufen den Sport als Risikosportart ein und zahlen genau dann nicht.
  • Was mitnehmen: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (die Sonne ist hier wirklich intensiv), Sonnenbrille, Wasserschuhe (am Strand gibt es manchmal kleine Muscheln).
  • SIM-Karte/Internet: Lokale SIM oder eSIM bekommst du am Flughafen und in Downtown. Tarife, Registrierungspflichten und Abdeckung ändern sich häufig, also kurz vor dem Kauf vergleichen. Auf Hotel-WLAN würde ich mich nicht verlassen.

Ob El Gouna zu dir passt, hängt von deinen Reisedaten und davon ab, was dir wichtig ist. Was Gäste erlebt haben, die wiederkommen, liest du auf unserer Referenzen-Seite – ihr Urlaub ist allerdings kein Wetterbericht für deinen.

Wir sehen uns an der Lagune.

Lukáš Vogeltanz

IKO Head Instructor & Co-Owner von Kitepower El Gouna — Schulgeschichte seit 2004, heutiger nördlicher Spot seit 2016, seit 2023 von Lukáš und Andrea mitgeführt.

Bereit fürs Wasser?

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Max. 2 Schüler pro Instruktor, Funkschulung in beide Richtungen (BB Talkin), Dokumentation der tatsächlich gezeigten IKO-Skills ohne Aufpreis und eine Wind-Garantie, mit der deine gebuchten Stunden nie verfallen. Zero to Hero ab 465€.

4,8 · 549 Bewertungen Älteste, seit 2004 8 Sprachen am Strand